Wehe, wenn das Faxgerät mal "spinnt".

Welcher Anwalt kennt das nicht. Der letzte Tag einer Schriftsatzfrist läuft ab. Jetzt bleibt nur noch die Versendung vorab per Fax. 

 

Auch bei mir war es neulich wieder soweit. Also Schriftsatz rein ins Faxgerät, Nummer gewählt und los. Aber dann Panik ! Besetzt, Fehlermeldung, Wahlwiederholung- das Fax geht nicht durch. Nächster Versuch, wieder und wieder. Erst nach unzähligen Versuchen das erlösende "OK" auf dem Sendebericht.  

 

Am nächsten Morgen ein Anruf von einer "freundlichen" Dame aus der Geschäftstelle beim Amtsgericht Erlangen, die mich darauf aufmerksam machen wollte, dass ich doch bitte meine Faxsendungen in angemessener Anzahl verschicken solle und nicht gleich 9 mal (jeweils 15 Seiten). Ihrem Ton nach zu urteilen, hielt sie mich wohl für einen "Faxterroristen", der sich zur Augabe gemacht hat, das dortige Gerät lahmzulegen um den kompletten Gerichtsablauf in Erlangen zu sabotieren. Sie ließ sich auch durch meine Beteuerung fehlender Absicht auch nicht milde stimmen, so dass ich wohl beim nächsten Termin vor Ort mit erheblichen Sanktionen rechnen muss. Vielleicht Entzug der Faxlizenz und Beschlagnahme des Faxgerätes.

 

So ist es halt bei den Gerichten: Immer die "bösen" Anwälte.

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